Und was sagen die Kinder dazu?

Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer und schwuler Eltern
Ein Buch von Uli Streib-Brzič und Stephanie Gerlach

Über dieses Buch

Und was sagen die Kinder dazu?

..."Das Schöne bei mir ist, dass ich so verschiedene Dinge vorgelebt bekommen habe. Ich denke, ich werde von beiden das nehmen, was mir am besten gefällt: meine Mutter war sehr fürsorglich und hat vorgesorgt, und mein Vater hat einfach gelebt, ohne sich viele Gedanken zu machen. Und ich würde gern fürsorglich leben."...
[Moritz, 22]

Über dieses Buch

Das Vorurteil, Kinder von homosexuellen Eltern hätten ein schweres Schicksal, sie seien Diskriminierungen in Schule und Peergroup ausgesetzt, und würden überdies zur Homosexualität erzogen, ist immer noch weit verbreitet. Wir finden, dass es höchste Zeit ist, die Kinder, die mit lesbischen Müttern oder schwulen Vätern aufwachsen, selbst einmal zu Wort kommen zu lassen und die Diskussion zum Thema lesbisch-schwule Lebensweisen um die Perspektiven der Kinder zu erweitern.

Die meisten Kinder aus sogenannten Regenbogenfamilien stammen aus vorhergehenden heterosexuellen Beziehungen, doch immer mehr Lesben und Schwule erfüllen sich ihren Kinderwunsch auf vielfältige Weise. Dass sich Kinder von Lesben oder Schwulen in ihrer Entwicklung nicht signifikant von Kindern aus heterosexuellen Familien unterscheiden, ist mittlerweile auch in deutschsprachigen Fachkreisen bekannt.

Bisher liegt im deutschsprachigen Raum jedoch weder eine Forschungsarbeit noch eine Publikation vor, in der die Kinder im Zentrum stehen und selbst mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen und darüber berichten, wie sie es erleben, bzw. erfahren haben, bei einer lesbischen Mutter oder einem schwulen Vater aufzuwachsen.

In diesem Band kommen 36 Töchter und Söhne zwischen sechs und 31 Jahren zu Wort. Sie berichten über ihr Verhältnis zu ihren Eltern, wie es ihnen in der Schule geht, ob sie Diskriminierungen erfahren und wie sie darauf reagiert haben, wie es für sie ist, Eltern zu haben, die nicht dem Mainstream entsprechen, welche Einstellung sie zu Toleranz haben, wie sie sich selbst sexuell orientieren und wie sie sich ihre Zukunft wünschen.

Die Kinder, Jugendlichen bzw. Erwachsenen leben in deutschsprachigen Groß- und Kleinstädten oder in ländlicher Umgebung, sie unterscheiden sich in ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, sie stammen aus heterosexuellen Verbindungen oder sind in lesbische Paarbeziehungen hineingeboren oder als Pflegekind aufgenommen.

Ihre Geschichten sind so unterschiedlich wie sie selbst. Und sie erzählen davon, dass ihre Familien eigentlich gar nicht so anders sind – oder doch völlig aus dem Rahmen fallen.

Ergänzend zu den Porträts werden außerdem die Ergebnisse der aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zur psychosozialen und sexuellen Entwicklung Kinder lesbisch-schwuler Eltern kurz zusammengefasst.

Umfassende Literaturtipps sowie Beratungs- und Internetadressen runden das Buch ab.

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